Das emotionale Tetralemma 

Die logische Denkfigur

beschreibt die Wechselwirkung zweier Achsen. Beim Stress geht es immer um Kommunikation und Kooperation.

 

Kommunikation:Wechselwirkung von denken und reden

Ich bringe zum Ausdruck, was ich weiß.

  • denken ohne zu sprechen
    Jemand behält einen Teil der Information oder Meinung zurück. Dadurch kann kein Austausch stattfinden und sich eine Situation nicht darauf einstellen. Je länger mit der eigenen "Wahrheit" gewartet wird, desto schwieriger wird es, sie auszusprechen.
  • sprechen ohne zu denken
    Das gedankenlose Reden entwickelt schnell ein Eigenleben. Als Lüge, Halbwahrheit oder Beschwichtigung dient es der Verzerrung der Realität und der Manipulation der Wahrnehmung. Eine echte Verständigung ist kaum möglich.

Stress entsteht immer dann, wenn denken und sprechen nicht übereinstimmen und etwas zurückgehalten oder dazugedichtet wird.

 

 

Kooperation:  Wechselwirkung von geben und nehmen

Ich zeige, was ich kann und wir lernen voneinander

  • nehmen ohne zu geben
    Das Nehmen ist  Ausdruck des Könnens. Jemand kann nur Verantwortung übernehmen, wenn er weiß, wie das geht. Das Nehmen ist dem vorbehalten, der es am besten kann. 
    Das Nehmen-können wächst, wenn jemand anderes etwas dazugibt. Dann kann es aufgenommen und intergriert werden.

    Beispiel: Kompliment annehmen
    Sagt Maria zu Lisa: "Du siehst heute toll aus. Das Kleid ist echt schön und steht dir gut." Antwortet Lisa der Freundin: "Ach, das ist schon ganz alt. Und es war auch echt billig. Ich habe schon überlegt, es weg zu tun."


    Der andere reduziert das angebotene Kompliment auf das Mass, dass er selbst annehmen kann.

     
  • geben ohne zu nehmen
    Auch das Geben ist  Ausdruck des Könnens.

    Jeder kann nur geben was er hat. Das ist nicht immer einfach zu durchschauen:
    - Wer Angst hat, macht dem anderen welche.
    - Wer frustriert ist, frustriert den anderen.
    - Wer gelassen ist, gibt dem anderen Gelassenheit.

    Keiner kann mehr geben als er hat. Wenn es nicht genug ist, dann muss ein anderer einen Teil übernehmen, damit es wieder ausgelichen ist.
     

Stress entsteht immer dann, wenn geben und nehmen nicht ausgeglichen sind. Wenn zu viel, zu wenig, zu oft oder das Falsche ausgetauscht wird.

 

 

Das Tetra-Lemma ist eine universelle Denkfigur, deren Ursprünge in der indischen Philosophie liegen. Es diente den Richtern in einem Prozess vor Gericht einer guten und gerechten Urteilsfindung. Das Terta-Lemma beschreibt eine doppelte Zwickmühle.

 

Das emotionale Grund-Dilemma besteht zwischen zwei extremen und scheinbar unvereinbaren emotionalen Zuständen, die sich scheinbar ausschließen:
dies oder das stehen sich scheinbar unvereinbar gegenüber.

 

Das emotionale Zusatz-Dilemma besteht in der Unvorstellbarkeit weiterer Positionen. Weder beides zugleich noch keines von beiden kann scheinbar erreicht werden. 

 

Die emotionale Einordnung einer Sache entscheidet über

  • Sinn oder Unsinn,
  • Frieden oder Krieg,
  • Freiheit oder Gefangenschaft oder
  • Gemeinschaft oder Einsamkeit
  • Macht oder Ohnmacht
  • Mangel oder Fülle  .....

 

Das emotionale Tetra-Lemma beschreibt die emotionalen Verknüpfungen, die einen roten Faden ausmachen und die Stress-Kettenreaktionen zusammenhalten. Erst wenn diese Verknüpfungen von den unbewussten Reaktionen befreit werden, fällt die Stress-Kette zusammen und kann keine Wirkung mehr entfalten. Es ist Raum für etwas neues entstanden.

Naturheilpraxis

Andrea Uhrmacher

Heilpraktikerin Mentaltrainerin

Stress Coach

Dipl. Volkswirtin

 

Königstr. 50
53332 Bornheim

+49 02222 80 494 02+49 02222 80 494 02

oder schriftlich 

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